VCI: Chemieindustrie verliert weiter an Fahrt

Ausblick: Immer stärkere Bremsspuren in der Wirtschaft sichtbar

  • VCI-Präsident Hans Van Bylen: „In der deutschen und europäischen Wirtschaft werden immer stärkere Bremsspuren sichtbar. Die Nachfrage unserer Kunden nach Chemieprodukten wird schwächer.“ © HenkelVCI-Präsident Hans Van Bylen: „In der deutschen und europäischen Wirtschaft werden immer stärkere Bremsspuren sichtbar. Die Nachfrage unserer Kunden nach Chemieprodukten wird schwächer.“ © Henkel

Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist im dritten Quartal 2018 kaum gewachsen. Rechnet man die boomende Pharmaproduktion heraus, musste Deutschlands drittgrößte Industriebranche ihre Produktion sogar drosseln. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der Verband der Chemischen Industrie (VCI) veröffentlicht hat. Die Chemiesparten bekamen demnach die schwächer werdende Industriekonjunktur in Deutschland und Europa zu spüren. Einige wichtige Kundenbranchen, wie die Automobilindustrie und die Kunststoffverarbeiter, fuhren ihre Produktion im dritten Quartal deutlich zurück. Allerdings legten dank steigender Preise die Umsätze in nahezu allen Chemiesparten zu, sodass die Chemieunternehmen mit ihrer aktuellen Geschäftslage überwiegend noch zufrieden sind. Die Erwartungen für die Zukunft trüben sich aber ein.

VCI-Präsident Hans Van Bylen sagt zur Lage der chemisch-pharmazeutischen Industrie: „In der deutschen und europäischen Wirtschaft werden immer stärkere Bremsspuren sichtbar. Die Nachfrage unserer Kunden nach Chemieprodukten wird schwächer. Die zunehmenden Risiken, wie die Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China sowie der Brexit, sorgen für steigende Verunsicherung.“

Der VCI rechnet für 2018 weiterhin mit einem Zuwachs der deutschen Chemieproduktion von 3,5%. Die Chemikalienpreise steigen voraussichtlich um 1,5%, sodass der Branchenumsatz um 4,5% auf 204 Mrd. EUR zulegt.

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