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Anzahl der Beteiligungen an Start-ups stagniert

Mut zum Risiko ist bei fast 40 Prozent der Unternehmen nur gering oder gar nicht ausgeprägt

29.11.2016 -

Für deutsche Industriemanager ist der Differenzierungsdruck aktuell die größte Herausforderung. Trotzdem hat die Vernetzung mit innovativen Start-up-Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr nicht zugenommen. Es beteiligen sich weiterhin 11% der Industrieunternehmen an jungen Technologiefirmen. Gestiegen ist gegenüber dem Vorjahr vor allem die Anzahl der innovationsfördernden Vernetzungen zu Kunden. Das sind Ergebnisse der vom Institut Forsa durchgeführten Studie „Industrie-Innovationsindex 2016“, für die im Auftrag des Spezialchemiekonzerns Altana 500 Führungskräfte und Berufseinsteiger aus Industrieunternehmen befragt wurden.

„Etablierte Industrieunternehmen können viel von Start-ups lernen“
Eine wichtige Voraussetzung für die Beteiligung an Start-ups ist die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Unternehmerischer Mut ist aber im Vergleich zu anderen innovationsfördernden Maßnahmen laut Studie in deutschen Industrieunternehmen am wenigsten verbreitet. Nur 9% der Manager halten diesen Aspekt in ihrem Unternehmen für sehr stark, 38% für eher gering oder gar nicht ausgeprägt. Auf dem vorletzten und drittletzten Platz der umgesetzten Maßnahmen einer Innovationskultur rangieren die Akzeptanz von unkonventionellem Denken und Handeln sowie die gezielte Nutzung von externem Wissen. Ebenfalls Anzeichen dafür, dass es noch eines Umdenkens für die Zusammenarbeit etablierter Industrieunternehmen mit innovativen Start-ups bedarf.

„Die Herausforderung besteht darin, sich immer wieder neu zu erfinden, um innovativ zu bleiben. Hier können etablierte Industrieunternehmen viel von Start-ups lernen. Die Voraussetzung dafür ist eine Unternehmenskultur, die von Offenheit für Neues und unterschiedliche Meinungen geprägt ist“, so das Fazit von Martin Babilas, Vorstandsvorsitzender von Altana.