Logistik & Supply Chain

Gefahrgutplattform auch für See, Straße und Bahn verfügbar

Erweiterung von INFr8 aufgrund der positiven Resonanz in der Luftfracht

02.06.2021 - Das Gefahrgutportal INFr8 wird in der Luftfracht für den digitalen Austausch von Gefahrgutdaten entlang der Supply Chain genutzt und wurde nun erweitert.

Ab sofort ist die automatisierte Erstellung von Gefahrgut-Dokumenten für die Verkehrsträger See (IMO-Erklärung) und Straße (ADR-Begleitdokument) möglich. Weiterhin wird in diesem Quartal die Schiene (RID-Dokument) integriert.

Gefahrgut-Begleitdokumente werden über alle Verkehrsträger nach heutigem Stand überwiegend manuell weitergegeben und an jeder Schnittstelle erneut erfasst.
Die Digitalisierungs-Erfahrungen aus der Luftfracht, die dort zu enormen Vereinfachungen führten, lassen sich auf die Verkehrsträger Straße, See und Schiene übertragen. Auswertungen in der Luftfracht zeigen, dass ohne Digitalisierung 10-12 % der Gefahrgutsendungen nicht wie geplant geflogen werden, 80 % davon aufgrund dokumentarischer Fehler. „Letztere lassen sich durch die Digitalisierung des papierbasierten Prozesses zum großen Teil vermeiden“, erklärt Dakosy-Prokurist Dirk Gladiator.

Unterschiedliche Gefahrgutdatenbanken sind integriert
Über die Plattform werden die umfangreichen Gefahrguterklärungen komplett elektronisch zwischen den Transportbeteiligten ausgetauscht. Zu den wichtigsten Merkmalen gehört die Integration der verschiedenen Gefahrgutdatenbanken IATA, IMDG, ADR sowie RID. „Durch die Eingabe der UN-Nummer werden die dazugehörigen Gefahrgutdaten validiert. Bei Restriktionen und Beschränkungen kann so frühzeitig eingegriffen werden“, sagt Gladiator.

Versandetiketten und Dokumenten-Cloud
Auch die Erstellung und Bearbeitung von Versandetiketten ist in INFr8 integriert und automatisiert. Diese Funktion ist laut Gladiator wichtig, da der Druck von fehlerhaften Versandetiketten in der Praxis hohe Kosten verursacht und neben Dokumentationsfehlern einer der Hauptgründe für das Stehenbleiben von Sendungen ist. Zu den Features gehören außerdem Warnmeldungen, eine Dokumenten-Cloud sowie individuelle Statistiken.
Anwender können unabhängig von ihren technischen Möglichkeiten integriert werden. Zugangsmöglichkeiten bestehen sowohl über EDI-Schnittstellen als auch über eine Web-Anwendung. Außerdem gibt es eine mobile App für Benachrichtigungen bei Störungen.

Gestartet ist die Gefahrgutplattform INFr8 am Frankfurter Flughafen und wird sie von Vertretern der gesamten Luftfracht-Transportkette genutzt. Hierzu zählen u.a. die Fluggesellschaft Lufthansa Cargo, der Handlingsagent LUG, die Versender Siemens Healthineers und die Merck Group sowie die Spediteure DB Schenker und die Geis-Gruppe.

 

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