Anlagenbau & Prozesstechnik

Mehr Klarheit bei künstlicher Intelligenz

Wie Unternehmen Struktur ins Wirrwarr der Optionen bringen

15.06.2022 - Künstliche Intelligenz (KI) ist ein weites Feld und die Vorstellungen, was „intelligent“ bedeutet, können unterschiedlicher nicht sein.

Künstliche Intelligenz (KI)  oder Artificial Intelligence (AI) betrifft als horizontale Technologie alle Branchen. Die Vorstellungen, was „intelligent“ bedeutet, können allerdings unterschiedlicher nicht sein. Während die einen bereits die korrekte Interpretation von handschriftlichen Notizen feiern, winken andere milde lächelnd ab. Schließlich gäbe es noch kein System, das die intellektuellen Fertigkeiten des Menschen nur annähernd erreichen würde. Wer hat Recht?

Beide Seiten. Denn solche, als „starke KI“ bezeichnete Systeme existieren in der Tat noch nicht. Die Anwendungen, die wir heute sehen, sind allesamt Ausprägungen der sogenannten „schwachen KI“. Was sie auszeichnet: Sie sind für ein ganz spezielles Anwendungsszenario konzipiert und optimiert. Von diesen fallbezogenen Lösungen gibt es inzwischen jedoch eine fast unüberschaubare Menge – und es kommen laufend neue dazu.

„Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie mit
hohem disruptivem Potenzial für alle Wirtschaftszweige.“


Beispiele gefällig? Der Wert der Anwendung von KI z. B. in der Pharmaindustrie kann darin bestehen, neue und bessere Medikamente schneller verfügbar zu machen, als dies sonst möglich wäre. Durch die Kombination von KI und Expertenwissen und deren Anwendung auf die neuesten Nanopartikel-Engineering-Techniken können die mit neuen Techniken verbundenen Risiken deutlich verringert werden und Therapeutika eine zweite Chance gegeben werden, Patienten zu erreichen. Mithilfe von prädiktiver KI kann der Prozess der Anwendung neuer Technologie auf einen Kandidaten, der Schwierigkeiten hat, die erforderliche Bioverfügbarkeit zu erreichen, risikoärmer werden. Mit diesem Arbeitsgebiet beschäftigt sich z. B. die finnische Firma Nanoform.

„Die weitergehende Analyse von Daten erledigen
ebenfalls immer häufiger Algorithmen.“


An einer ganz anderen Applikation für KI forscht das Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Mehr Resilienz für kritische Infrastrukturen ist das Ziel. Die Funktionsfähigkeit kritischer Infrastrukturen entscheidet über die Verfügbarkeit von ebenso alltäglichen wie lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen. Die Digitalisierung ermöglicht eine flexible und dezentrale Steuerung der Versorgungssysteme und eröffnet gerade für die Energie- und Mobilitätswende neue Chancen. Sie erhöht aber auch die Anfälligkeit für Störungen und Angriffe von außen. So steigt seit einigen Jahren die Gefahr von Cyberattacken, bei denen nicht nur Daten missbraucht, sondern ganze Systeme lahmgelegt werden können. In einem dezentralen Energiesystem, das vor allem regenerative Quellen nutzt, können zudem der Ausfall einzelner Komponenten sowie die zeit- und witterungsbedingt schwankende Einspeisung die Versorgungssicherheit gefährden. Damit, wie sich Versorgungssysteme nachhaltig und zugleich widerstandsfähig gestalten lassen und welche Entscheidungen in kritischen Situationen zu treffen sind, befassen sich Forschende am KIT. Sie erarbeiten dazu auf KI und Mathematik basierende Konzepte und entwickeln Methoden für robuste Entscheidungen unter Beachtung neuer Risiken und Unsicherheiten.

Hoher Aufwand für KI-Einsatz in der Industrie

Künstliche Intelligenz zählt heute zu den Schlüsseltechnologien in der Industrie. In fast vier von zehn Unternehmen hat sie Anwendung gefunden – 66 % von ihnen nutzen KI in der Produktion zur Automatisierung von Prozessen, 64 % für die Datenanalyse bei der Prozessüberwachung, 35 % wenden beide Einsatzmöglichkeiten an. 

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