Logistik & Supply Chain

Sicherheitsregeln digital vermitteln

Inovyn macht in ganz Europa einheitliche digitale Sicherheitseinweisungen zur Pflicht

12.10.2021 - Wenn das Projekt im November abgeschlossen wird, hat das zur Ineos-Gruppe gehöhrende Chemieunternehmen Inovyn an allen 18 Standorten in Europa digitale Sicherheitsschulungen für Fahrer verpflichtend eingeführt – in weniger als einem Jahr. Aufgrund der Coronalage musste die Implementierung des Schulungssystems vollständig remote erfolgen.

Jan Lemmens, Safety and Security Manager bei Inovyn, erklärt, warum die Fahrerschulung in seinem Unternehmen verbessert und digitalisiert werden musste: „Sicherheit und Umweltschutz sind elementar bei Inovyn und wir können es uns nicht leisten, dass Menschen verletzt werden oder wir die Umwelt schädigen, weil jemand sich nicht an unsere lebensrettenden Regeln und Sicherheitsgrundsätze hält. Wir dulden keine Verstöße gegen diese Regeln, daher ist es von größter Bedeutung, dass die Fahrer, die Güter zu und von unseren Standorten transportieren, geschult werden und genau wissen, was sie zu tun haben und was passiert, wenn sie sich nicht daran halten. In der Vergangenheit gab es einige Verstöße, z.B. gegen die Vorschriften für Arbeiten in der Höhe, und wir wollen um jeden Preis vermeiden, dass diese zu gefährlichen Situationen oder Zwischenfällen führen. Wir verfolgen eine Vision Zero.

Aus diesem Grund mussten wir die Verfügbarkeit unserer Schulungen verbessern und dafür sorgen, dass wir jeden erreichen, der irgendwo in Europa einen unserer Standorte betritt. Da Platz an den Toren sehr begrenzt ist und wir nicht die Kapazitäten haben, die Menschen vor Ort zu schulen (und weil die Fahrer die meiste Zeit im Fahrzeug verbringen und keine Zeit für regelmäßigen Präsenzunterricht haben), brauchten wir eine digitale Lösung, mit der die Fahrer die Schulung vor ihrer Ankunft absolvieren können.“

Nach der Evaluierung von fünf Anbietern entschied sich das Chemie­unternehmen für das kombinierte Learning und Access Management System Munio Access. Munio ist bereits als Lieferant bekannt, da die norwegische Inovyn-Niederlassung seit vielen Jahren mit den Lösungen des Softwareanbieters arbeitet.
„Munio hat das flexibelste und günstigste System angeboten. Vor allem aber waren sie in der Lage, die Implementierung an allen 18 Standorten vollständig remote vorzunehmen – ein großer Vorteil, da wir sonst das Ende der Pandemie hätten abwarten müssen“, so Jan Lemmens.

Implementierung ohne Besuch vor Ort

Die Implementierung per Fernzugriff sparte viel Zeit. Deshalb konnten beide Unternehmen den straffen Zeitplan einhalten.
Jan Lemmens beschreibt den Prozess: „Wir haben das Projekt in mehrere Phasen unterteilt und im April mit dem Go-Live in Norwegen, Schweden und Deutschland begonnen, gefolgt von sieben Standorten in Großbritannien im zweiten Quartal. Durch die Erfahrungen aus der ersten Phase konnten wir in den nächsten Phasen einige kleinere Probleme beheben und unsere Ressourcen noch besser nutzen. Derzeit gehen wir davon aus, dass die übrigen Länder termingerecht Ende Oktober oder Anfang November online gehen werden.“

 

„Die Sicherheitsstandards in der Chemie sind sehr hoch.“

Jan Lemmers, Inovyn

 

Sicherheitstraining in bis zu 23 Sprachen

Die Internationalisierung war die größte Herausforderung des Projekts. Die allgemeinen Sicherheits­informationen des Chemieunternehmens sollten neben der jeweiligen Landessprache in 23 weiteren Sprachen zur Verfügung stehen; Die standortspezifischen Informationen mussten in den Sprachen verfügbar sein, die je nach den individuellen Anforderungen vor Ort benötigt wurden. Die Informationen nur in der Landessprache und in Englisch anzubieten, kam nicht in Frage, wie Jan Lemmens erklärt: „Die Sicherheitsstandards in der Chemie sind sehr hoch, und wir bei Inovyn sind diesbezüglich äußerst streng. Unser Ziel sind null Zwischenfälle und null Materialverluste.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Verstöße gegen unsere Sicherheitsvorschriften auf Sprachbarrieren zurückzuführen waren. Um das zu ändern, müssen wir die Regeln besser kommunizieren und auch die Konsequenzen, die ein Verstoß gegen diese Regeln hat – sowohl für die eigene Sicherheit als auch für die allgemeine Sicherheit auf dem Gelände. Die Kosten für die Information in all diesen Sprachen sind gering im Vergleich zu den Kosten für eventuelle Schäden, die Menschen oder der Umwelt zugefügt werden.“

Die Sicherheitsschulungen mit Munio Access bedeuteten neue Arbeitsweisen für die Beschäftigten, die mit den administrativen Zugangsprozessen beim Chemieunter­nehmen zu tun haben. Aber das allgemeine Feedback bezüglich der neuen digitalen Lösung war sehr gut. Jan Lemmens: „Sie sind trotz des anfänglichen Zusatzaufwands von dem Projekt überzeugt, auch wenn es einige Zeit dauern wird, bis sich alle an die neuen Arbeitsweisen gewöhnt haben.“

Lessons learned

Die Kommunikation mit Auftragnehmern und Fahrern blieb insgesamt eine Herausforderung. Patrick Ramberg Singler, VP Sales Europe bei Munio, erklärt, warum: „Wir haben den Kommunikationsaufwand unterschätzt, vor allem im Hinblick auf die PVC-Fahrer. Sie arbeiten nicht für Inovyn-Kontraktoren, sondern werden in der Regel von den Kunden geschickt, sodass es recht schwierig ist, die Fahrer direkt zu erreichen, um sie über die obligatorische Schulung zu informieren.

Daher lässt es sich nicht ganz vermeiden, dass hin und wieder Fahrer unvorbereitet am Tor erscheinen. Um dem entgegenzuwirken, haben wir jetzt an den Toren iPads mit mehrsprachigen Anweisungen und den Kontaktdaten unseres Supports eingerichtet, damit die Fahrer die Schulung noch vor dem Betreten des Geländes absolvieren können.“

Nur wenige Monate nach der Implementierung von Munio Access an den ersten Standorten ist es noch zu früh, um über Ergebnisse zu sprechen. Aber Jan Lemmens ist sich sicher, dass er der Vision Zero von Inovyn ein Stück näher gekommen ist: „Man sieht die Ergebnisse nicht sofort. Aber kontinuierliches Training wird sich langfristig auswirken. Mit Munio Access haben wir ein leistungsfähiges Werkzeug, um die Botschaft an all unseren Standorten in Europa zu verbreiten.“

 

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