Chemikalien & Distribution

BASF bietet Neopentylglykol und Propionsäure mit einem CO2-Fußabdruck von Null an

BASF bietet erstmals Neopentylglykol (NPG) und Propionsäure (PA) mit einem CO2-Fußabdruck („Product Carbon Footprint“, PCF) von Null an, berechnet von der Wiege bis zum Werkstor („cradle to gate“).

Die Produkte werden am BASF-Verbundstandort Ludwigshafen hergestellt und sind weltweit als „NPG ZeroPCF“ und „PA ZeroPCF“ erhältlich. BASF erreicht den PCF von Null für NPG und PA durch den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen in ihrem einzigartigen Verbund-Produktionssystem über ihren Biomasse-Bilanzansatz (BMB). Bei NPG setzt BASF zusätzlich erneuerbare Energie für die Produktion ein.

NPG ZeroPCF und PA ZeroPCF sind „Drop-in"-Lösungen: Sie sind in Qualität und Eigenschaften identisch mit den Standardprodukten, sodass Kunden sie in ihrer Produktion einsetzen können, ohne ihre bestehenden Prozesse anpassen zu müssen. Auf diese Weise können Kunden einfach und effizient Emissionen aus eingekauften Gütern oder Dienstleistungen (Scope 3) reduzieren, den Anteil an nachwachsenden Rohstoffen in der Wertschöpfungskette erhöhen und so zum Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft beitragen.

Biomasse-Bilanzansatz mit nachwachsenden Rohstoffen aus Abfällen
BASF stellt NPG ZeroPCF und PA ZeroPCF in ihrem Produktionsverbund nach ihrem BMB-Ansatz her. Dabei speist BASF nachwachsende Rohstoffe bereits in den ersten Schritten der chemischen Produktion in ihren Verbund ein und rechnet einen entsprechenden Anteil der nachwachsenden Rohstoffe über eine zertifizierte Massenbilanzmethode den einzelnen Verkaufsprodukten zu. Der eingesetzte nachwachsende Rohstoff ist abfallbasiert. Die biomassebilanzierten Produkte von BASF sind nach anerkannten Standards wie entweder REDcert oder ISCC plus zertifiziert. Bei der Herstellung von NPG ZeroPCF setzt BASF zusätzlich erneuerbare Energie über entsprechende Zertifikate („Renewable Energy Certificates“, RECs) ein.

Der PCF umfasst die gesamten Treibhausgasemissionen, die anfallen, bis das BASF-Produkt das Werkstor Richtung Kunde verlässt: von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung von Vorprodukten bis hin zur Herstellung des Endprodukts. Auf dem Weg zu ihrem Ziel, Netto-Null-CO2-Emissionen bis 2050 zu erreichen, ist BASF das erste große Chemieunternehmen, das die individuellen CO2-Fußabdrücke aller seiner Verkaufsprodukte berechnet.

Carbon Neutral-Label des Carbon Trust für NPG ZeroPCF und PA ZeroPCF
BASF hat für NPG ZeroPCF und PA ZeroPCF das Carbon Neutral-Label der globalen Klimaberatung The Carbon Trust erhalten. Der Carbon Trust zertifiziert Produkte mit dem Carbon Neutral-Label, die entweder durch in der Wertschöpfungskette vorgelagerte temporäre natürliche Kohlenstoffsenken wie Pflanzen4 oder durch vom Hersteller erworbene Emissionsgutschriften kohlenstoffneutral sind. BASF erreicht für NPG ZeroPCF und PA ZeroPCF den CO2-Fußabdruck von Null von der Wiege bis zum Werkstor, ohne Emissionsgutschriften zu erwerben. Die Zertifizierung wird jährlich überprüft.

Neopentylglykol mit breitem Anwendungsspektrum
Ein wesentliches Anwendungsgebiet von NPG sind Pulverlacke, die sich besonders in der Bauindustrie sowie bei der Beschichtung von Haushaltsgeräten bewähren. Im Beschichtungsprozess mit Pulverlacken werden nicht nur kaum bis gar keine flüchtigen organischen Verbindungen („volatile organic compounds“, VOC) emittiert, sondern auch die Verarbeitungszeiten und der Energiebedarf reduziert. Durch die Anwendung von NPG ZeroPCF kann der CO2-Fußabdruck der Pulverlackharze erheblich reduziert werden. Dies kann Herstellern in der Bau-, Automobil-, Weißwaren- und Möbelindustrie helfen, ihre Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen aus eingekauften Gütern oder Dienstleistungen (Scope 3) zu erreichen.

Aufgrund seiner hohen chemischen und thermischen Stabilität bewährt sich NPG in vielen weiteren Anwendungen, insbesondere als Baustein für die Herstellung von Polyester- und Alkydharzen für verschiedene Coatings sowie Kunststoffe. Weitere Einsatzfelder von NPG sind die Herstellung von Schmierstoffen, Weichmachern und Arzneimitteln: Es wird beispielsweise als Baustein bei der Synthese von Hormonen, Herz-Kreislauf-Medikamenten und Schmerzmitteln eingesetzt. Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung zählt BASF heute zu den weltweit wichtigsten NPG-Produzenten.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Propionsäure
Seit Jahrzehnten setzen BASF-Kunden die biologisch vollständig abbaubare Propionsäure als Schutz vor Schimmelbildung in der Konservierung von Lebens- und Futtermitteln ein. In dieser Anwendung bietet Propionsäure ökonomische und ökologische Vorteile gegenüber der Konservierung durch Trocknung oder Lagerung in luftdichten Silos. Weitere Anwendungsgebiete von Propionsäure sind die Herstellung von Pflanzenschutzmitteln, Aromen und Duftstoffen, Arzneimitteln, Lösungsmitteln und thermoplastischen Kunststoffen. Mit ihrer jahrzehntelangen Expertise gehört BASF zu den weltweit führenden Produzenten von Propionsäure.

Kontakt

BASF SE

Carl-Bosch-Straße 38
67056 Ludwigshafen
Deutschland

+49 621 60 0

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