Chemikalien & Distribution

Etikettierklebstoffe aus Abwasser

CPH und Novidon kooperieren bei der Herstellung von Produkten aus Stärke

CPH Deutschland Chemie mit Sitz in Essen ist eine exklusive Partnerschaft mit dem niederländischen Stärkehersteller Novidon eingegangen. Gegenstand der Kooperation ist ein gemeinsames Projekt zur Entwicklung von Hochleistungs-Etikettierklebstoffen aus Kartoffelstärke.

CPH Deutschland Chemie mit Sitz in Essen ist eine exklusive Partnerschaft mit dem niederländischen Stärkehersteller Novidon eingegangen. Gegenstand der Kooperation ist ein gemeinsames Projekt zur Entwicklung von Hochleistungs-Etikettierklebstoffen aus Kartoffelstärke.

Die jährliche Kartoffelernte beläuft sich weltweit auf fast 300 Mio. t (Deutschland zwischen 10 und 15 Mio. t). Daraus werden zahlreiche Kartoffelprodukte, wie z.B. Pommes Frites oder Kartoffelchips, und auch große Mengen an industrieller Stärke hergestellt. Allerdings verarbeitet allein ein großer europäischer Hersteller jährlich weit über 1 Mio. t Kartoffeln nur für die Herstellung von ca. 300.000 t Tiefkühl-Pommes. Im Produktionsprozess müssen diese Kartoffeln gereinigt, geschält, geschnitten und behandelt werden, wozu große Mengen Wasser nötig sind.

Nicht nur aus Umweltgründen, sondern auch aus rein kommerziellen Gründen (Abwasser verursacht sehr hohe Kosten) ist es sinnvoll, entweder die Abwassermengen oder den Abwassereintrag zu reduzieren.

Selbst nach erfolgreichen Bemühungen, die Abwassermengen zu reduzieren, bleibt aber eine große „Schmutzfracht“, die zur Klärung anfällt. Diese “Schmutzfracht“ enthält wertvolle Rohstoffe aus der Kartoffelverarbeitung, nämlich Stärke. Um diese Bestandteile nicht verloren gehen zu lassen, hat sich Novidon, Teil der internationalen Duynie-Gruppe, darauf spezialisiert, die im Wasser enthaltene Stärke einer Hydrolyse zu unterziehen und sie danach zu modifizieren. Dieses Verfahren wird seit Jahren erfolgreich praktiziert. Novidon kann dadurch jährlich 100.000 t Kartoffelstärke als Nebenprodukt ihrer Produktion freisetzen.

Aufgesetzt auf den Entwicklungsschritten der letzten Jahre entwickelt CPH nun gebrauchsfertige, einsatzfähige Etikettierklebstoffe aus der aus Abwasser gewonnenen nachhaltigen Kartoffelstärke.

„Das Entwicklungsteam von CPH hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mit dem über 45-jährigen Know-how in Etikettierklebstoffen und ihrer führenden Position in Sachen Nachhaltigkeit, insbesondere bei umweltfreundlichen Etikettierklebstoffen, freuen wir uns, dass CPH einen Etikettierklebstoff auf der Grundlage unserer Neuheit auf den Weltmarkt bringen wird“, sagte Christiaan Oei- Commercial Direktor von Novidon.

Es ist nicht neu, Etikettierklebstoffe aus Kartoffelstärke herzustellen. Dabei handelt es sich aber aus Stärke, die aus der Kartoffel direkt gewonnen wird. Das Neue an den Regain-Produkten ist Abwasser als Stärkequelle.

„Wir haben an dieser weltweit exklusiven Vereinbarung viele Jahre gearbeitet. Von dem Moment an, als wir von der innovativen Idee hörten, wusste ich, dass Novidon der perfekte Partner für die CPH Group sein würde“, fügte Gerwin U. Schüttpelz, CEO CPH Group, hinzu. Die Zusammenarbeit bringt CPH Schüttpelz zufolge in die einzigartige Position die Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette von Etikettierklebstoffen zu erhöhen.

Die ersten Feldversuche und Tests auf den Etikettier-Aggregaten im CPH-Technikum zeigen erstaunlich gute Werte in der Verarbeitbarkeit und Ergiebigkeit der Regain-Klebstoff-Reihe.

Zurzeit sucht CPH Getränkebetriebe in Deutschland und im europäischen Ausland, die in ein laufendes Forschungsprojekt eintreten wollen, um die Regain-Etikettierklebstoffe den Gegebenheiten der einzelnen Betriebe anzupassen.

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