Temperatur im Blickfeld

  • Dr. Keith Ulrich, Leiter des DHL Innovation Centers zu Smartsensor TemperatureDr. Keith Ulrich, Leiter des DHL Innovation Centers zu Smartsensor Temperature
  • Dr. Keith Ulrich, Leiter des DHL Innovation Centers zu Smartsensor Temperature

Der Innovationsbereich von DHL, das DHL Innovation Center, hat die Aufgabe, logistische Zukunftstrends zu identifizieren und sie in marktfähige Produkte umzusetzen. Die zz. laufenden Projekte lassen sich sechs Projektfeldern zuordnen, darunter befinden sich Umweltlösungen, Security, RFID und Smart Objects.

Im Rahmen des Klimaschutzprogramms „Go-Green" wird daran gearbeitet, den Kohlendioxid-Ausstoß zu verringern und CO2-neutrale Transport- und Warehouse-Lösungen anzubieten. Projekte im Bereich Security befassen sich mit der Authentifizierung und Echtheitsprüfung, um die Sicherheit innerhalb der Logistikkette zu gewährleisten. Lösungen unter Einsatz von Nano-partikeln z.B. zur Identifizierung von Medikamentenverpackungen werden hier getestet. Stark im Trend sind RFID-Lösungen, die auch im DHL Innovation Center in unterschiedlichsten Projekten zum Einsatz kommen. Unter dem Begriff Smart Objects wurde hier speziell für sensible Güter der Pharma- und Chemieindustrie die Lösung SmartSensor Temperature entwickelt.
Dieses Monitoringsystem besteht aus einer speziellen Kombination eines Temperatursensors mit einem RFID-Funkchip (RFID UHF EPC Class 1 Gen2) und überträgt die Informationen mittels eines webbasierten Informationsportals. Bei vielen empfindlichen und oftmals auch sehr wertvollen Produkten der Chemie- und Pharmaindustrie hängt die Lebensdauer sehr stark von Lager- bzw. Transport-Temperaturen ab. Die Produkte behalten ihre volle Wirksamkeit nur, wenn kritische Temperaturen weder über, noch unterschritten werden. Ob und wann während eines Transports Abweichungen aus den kritischen Temperaturbereichen eingetreten sind, lässt sich mit Smartsensor Temperature (SST) überwachen.
Die Temperaturerfassung erfolgt nahe an der Ware im Paket oder Kühlcontainer. Dabei kann berührungslos, also ohne Öffnen der Verpackung, ausgelesen werden.
Selbst im Falle eines generellen Stromausfalls, z.B. auf einem Schiff, hat dies keine Auswirkungen auf die Aufzeichnung: SST funktioniert autark, denn es besitzt eine eigene Stromversorgung mittels Batterie. So lassen sich auch in diesem Fall die Temperaturdaten lückenlos aufzeichnen.
Die Lösung Smartsensor Temperature bietet gegenüber anderen Temperatur-kontrollierten Transport-Services einige Vorteile: Der Kunde kann die gesamte Temperaturüberwachung auslagern und muss sich lediglich noch um die Analyse der gewonnenen Daten kümmern.

Zudem werden Fehler minimiert: Die Daten sind weltweit über ein Webportal verfügbar. Sie werden nach Datenauslesung automatisch hochgeladen und im Weiteren keinerlei manueller Nachbehandlung unterzogen.
Durch diese zentrale Verfügbarkeit in einem Webportal eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten, z.B. kann die Qualitätskontrolle jetzt an jedem Punkt der Welt stattfinden. Zusätzliche Einsatzerleichterung verschafft die Tatsache, dass alle Systemkomponenten nach 21CFR Part 11 Standards validiert sind. Es werden auf Kundenseite IT-Kosten eingespart, denn der Kunde braucht keine extra Software-Installation durchführen zu lassen. Es werden auch keine Schnittstellen zum IT-System benötigt, um die Daten auszulesen, da diese über ein autarkes Lesegerät erfasst und direkt in das Webportal überspielt werden.
Die im Webportal hinterlegten, aufbereiten Daten lassen sich direkt verwenden. Der Kunde kann diese Daten nach verschiedenen Kriterien, z.B. Sendungsnummern vorsortieren oder in verschiedenen Reports und Datenformaten herunterladen, um die Analyse vor Ort durchzuführen. Stellt er eine Unregelmäßigkeit fest, lässt sich der Transport umgehend stoppen oder rechtzeitig neue Ware liefern

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