19.02.2020
ThemenLogistik

Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa

In allen Transportsegmenten zeigte sich 2019 ein deutlicher Preisanstieg

  • Das Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa zeigt in der Winterauswertung 2019 wiederum einen Anstieg der Frachtraten in allen Segmenten. Besonders stark äußert sich dieser im Bulk Tank Segment und im Teilladungsbereich (LTL). © Fraunhofer SCSDas Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa zeigt in der Winterauswertung 2019 wiederum einen Anstieg der Frachtraten in allen Segmenten. Besonders stark äußert sich dieser im Bulk Tank Segment und im Teilladungsbereich (LTL). © Fraunhofer SCS
  • Das Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa zeigt in der Winterauswertung 2019 wiederum einen Anstieg der Frachtraten in allen Segmenten. Besonders stark äußert sich dieser im Bulk Tank Segment und im Teilladungsbereich (LTL). © Fraunhofer SCS
  • Julia Stephan, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Abt. Analytics, Gruppe Process Intelligence, Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS,  Nürnberg

Die Herbst-/Winterauswertung 2019 des Frachtraten-Benchmarking des Fraunhofer SCS zeigt für den europäischen Straßengüterverkehr erneut einen deutlichen Anstieg der Frachtraten in allen betrachteten Transportsegmenten. In dieser Auswertungsperiode weisen insbesondere die Frachtraten im Bulk Tank Segment und im Teilladungsbereich (LTL) starke Zuwächse auf, während der Preisanstieg im Komplettladungsbereich (FTL) vergleichsweise weniger stark ausgefallen ist.
Mit einer Veränderung von +6,4 % ziehen im Transportsegment Bulk Tank die Frachtraten im Vergleich zur Vorperiode besonders deutlich an (Vergleich Preisanstieg April 2019: +2,1 %). Diese Entwicklung wird insbesondere von Transporten getrieben, welche in den Benelux-Staaten und in Deutschland starten. Eine geringfügige Reduktion der Frachtraten wurde im Bereich Bulk Tank nur auf der Verbindung DE-PL identifiziert (-0,2 %), alle anderen betrachteten Relationen weisen eine Preissteigerung auf. Das FTL-Segment verzeichnet, im Vergleich zu den anderen Segmenten, mit +2,0 % den geringsten Preisanstieg. Im Vergleich zur Vorperiode fällt dieser geringfügig schwächer aus (Vergleich Preisanstieg April 2019: +2,4 %). Ein deutlicher Anstieg der Frachtraten wurde insbesondere auf den Relationen BX-IT, IT-IT und IT-FR beobachtet. Die Frachtraten auf anderen betrachteten Relationen stiegen verhaltener.
Auch in den drei Teilladungsbereichen setzt sich der Anstieg der Frachtraten fort. Das LTL (7,5 t)-Segment verzeichnet eine Entwicklung von +2,2 % (Vergleich Preisanstieg April 2019: +3,1 %). Die Preiserhöhung im LTL (2 t) -Bereich beträgt in dieser Auswertungsperiode +4,1 % (Vergleich Preisanstieg April 2019: +3,5 %). Das LTL (0,5 t) -Segment weist, wie bereits in der vorherigen Periode, auch in dieser Auswertung mit +7,4 % den insgesamt stärksten Anstieg der Frachtraten auf (Vergleich Preisanstieg April 2018: +3,9 %).

Getrieben ist diese Entwicklung im LTL-Bereich vorwiegend durch Relationen, die in Deutschland oder Italien starten.


Frachten-Benchmarking Chemie
Das Fraunhofer SCS Frachten-Benchmarking besteht seit 2005 und ermöglicht seinen Teilnehmern einen detaillierten und anonymen Vergleich ihrer Frachtraten für den Lkw-Transport chemischer Güter in Europa. Hierdurch werden Marktentwicklungen und durchschnittliche Frachtraten auf nationaler wie auch regionaler Basis transparent gemacht und können im Unternehmenscontrolling sowie in Verhandlungen genutzt werden.
Für die CHEManager-Leser zeigt das Frachtkostenbarometer die aggregierten Entwicklungstrends verschiedener Transportsegmente. Da das Fraunhofer SCS Frachten-­Benchmarking nun zum Jahresende 2019 eingestellt wurde, ist die vorliegende Kolumne die vorerst letzte. Das Fraunhofer SCS Benchmarking-Team bedankt sich bei allen Lesern und wünscht ein erfolgreiches Jahr 2020.


 

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