Steag: Noch zwei Bewerber in der Endrunde

Das Rennen um die Evonik-Energiesparte Steag geht in die Endrunde: Von ursprünglich fünf Bewerbern seien nur noch ein Stadtwerke-Konsortium aus dem Ruhrgebiet und die tschechische Energie- und Industrieholding EPH im Bieterverfahren dabei, hieß es am Dienstag aus Finanzkreisen. Damit sind die Rethmann-Gruppe, Eigentümer des Entsorgers Remondis, das türkische Familienunternehmen Park Holding und das indische Familienunternehmen Hinduja aus dem Bieterrennen um die Mehrheitsbeteiligung an der Evonik-Stromtochter mit rund 5.000 Mitarbeitern ausgeschieden. Evonik wollte sich dazu nicht äußern.


Nach Informationen der WAZ-Mediengruppe und des WDR haben die Stadtwerke und die EPH bessere Konzepte vorgelegt. Die Angebote gehen demnach von einem Wert der gesamten Steag zwischen 3,8 und vier Milliarden Euro aus. Da Pensionsverpflichtungen und Fremdanteile abzuziehen sind, bleibt ein Kaufpreis von rund 700 Mio. €. Andere Stimmen in der Branche halten das für deutlich zu niedrig.
Das Stadtwerke-Konsortium, dem Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund, Oberhausen und Dinslaken angehören, will mit dem Kauf der Steag-Mehrheit zum größten kommunalen Versorgungsunternehmen aufsteigen.


Steag betreibt Steinkohlekraftwerke in Deutschland und im Ausland, beispielsweise in der Türkei und in Kolumbien. Evonik-Chef Klaus Engel will den Konzern mit Blick auf den geplanten Börsengang ganz auf Chemie fokussieren und sucht deshalb Partner für die Energie- und Immobilientöchter. Steag ist nach eigenen Angaben der bundesweit fünft größte Stromerzeuger.

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