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VCI Hessen mit neuem Vorstand und klaren Zielen

Ministerpräsident Volker Bouffier dankt den Unternehmen für Beitrag zur Pandemie-Bekämpfung

04.06.2020 -

Helmut Prestel, Mitglied der Geschäftsführung der BASF Lampertheim, übergab heute, nach zwei Jahren als Vorsitzender des Landesverbands Hessen im Verband der Chemischen Industrie (VCI Hessen), das Amt an Jochen Reutter, Vorsitzender der Geschäftsführung der GSK Vaccines, Marburg. Ministerpräsident Volker Bouffier dankte den Unternehmen für Ihren immensen Beitrag bei der Pandemie-Bewältigung. Christof Bauer, Vorsitzender des VCI-Energieausschusses & Executive Advisor Energy der Infraserv Höchst, gab einen Ausblick auf die Bedeutung des Green Deal für die chemisch-pharmazeutische Industrie.

„Ich verabschiede mich heute nach insgesamt 14 Jahren im Vorstand des VCI Hessen von Ihnen und blicke mit einem guten Gefühl auf unsere Branche und unseren Verband“, sagte Helmut Prestel. „In meiner Amtszeit konnten wir uns über eine überwiegend sehr positive Entwicklung in der chemisch-pharmazeutischen Industrie freuen. Zweimal mussten wir Rückschläge hinnehmen: 2008/2009 in der weltweiten Finanzkrise und ganz aktuell in der globalen Corona-Pandemie. Ich bin zuversichtlich, dass wir mithilfe der Innovationskraft unserer Branche auch diesmal wieder gestärkt aus der Krise hervorgehen werden“. Jochen Reutter dankte der Mitgliedschaft zunächst für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und eröffnete den öffentlichen Teil der virtuellen Mitgliederversammlung: „Wir befinden uns aktuell in sehr herausfordernden Zeiten, in denen einer breiten Öffentlichkeit bewusst wird, dass unsere hoch innovative Industrie systemrelevante Produkte und Dienstleistungen bereitstellt. In der Krise haben wir uns neu bewähren können. Aber unsere Arbeit ist noch nicht erledigt: In Hessen ist der Anteil der Gesundheitsindustrie an der Gesamtbranche so groß wie in keinem anderen Bundesland. Wenn man gefragt wird, ob man mit all seiner Erfahrung mithelfen möchte, dass die Branche auch künftig einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft leistet, muss man nicht lange nachdenken. Gerne vertrete ich für den VCI Hessen die für uns relevanten Themen gegenüber Politik und Gesellschaft. Dies sind aus aktueller Sicht die Themenbereiche: Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit, technologischer Fortschritt, Gesundheit und MINT-Bildung.“

Ministerpräsident Volker Bouffier dankte den Unternehmen für ihren Beitrag zur Pandemie-Bewältigung. In der Krise zeige sich, dass die 2013 gegründete Initiative Gesundheitsindustrie Hessen genau die richtige Maßnahme war. Es sei sicher kein Zufall, dass Jochen Reutter, der mit seinem Unternehmen zu den Gründungsmitgliedern der Initiative gehörte, jetzt zum Vorsitzenden des VCI Hessen gewählt worden sei. Der VCI vertrete eine der wichtigsten Industriebranchen, die hoch qualifizierte Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Land sicherten. Als energieintensive Branche sei sie auch von der Energiewende in mehrfacher Hinsicht betroffen. In der Klimaschutzpolitik sei anzuerkennen, dass der VCI nicht nur Forderungen stelle, sondern mit der Treibhausgasstudie 2050 einen konstruktiven Beitrag vorgelegt habe, der zeige, unter welchen Bedingungen die chemische Industrie die Treibhausgasneutralität erreichen könne. „Der VCI Hessen ist ein verlässlicher Partner der Hessischen Landesregierung. Im Krisenstab der Landesregierung haben wir rasch und unbürokratisch zusammengearbeitet“, merkte Ministerpräsident Volker Bouffier an. Auch in der gerade neu aufgelegten Umweltallianz Hessen setze man gemeinsam auf Kooperation statt Konfrontation. Mit dem Glückwunsch an den neuen Vorsitzenden Jochen Reutter und den neugewählten Vorstand und dem herzlichen Dank an die ausscheidenden Vorstandsmitglieder unter dem Vorsitz von Helmut Prestel verbinde er die Zusage, dass die Hessische Landesregierung weiterhin alles unternehmen werde, um die Rahmenbedingungen der Branche positiv mitzugestalten.

Christof Bauer, Executive Advisor Energy der Infraserv Höchst, skizzierte im Rahmen seines Vortrags die Roadmap 2050 - Auf dem Weg zu einer treibhausgasneutralen chemischen Industrie in Deutschland. Die Unternehmen arbeiteten bereits an den zur Zielerreichung erforderlichen Technologien. Wesentliche Voraussetzung sei eine ausreichende Menge an erneuerbarer Energie zu sehr günstigen Preisen und verlässliche Rahmenbedingungen, um den notwendigen Transformationsprozess im globalen Wettbewerb durchhalten zu können. „Wir brauchen einen langen Atem und Planungssicherheit, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Die immer wieder neu aufflackernde Diskussion um eine zwischenzeitliche Verschärfung des EU-Klimaziels ist dabei wenig hilfreich“, bemerkte Christof Bauer.

Der VCI Hessen stehe…

  • Für die Bereitstellung von systemrelevanten Produkten und Dienstleistungen wie Arzneimittel, Impfstoffe, Medizinprodukte und auch Desinfektionsmittel. Unsere Branche produziert lebenswichtige Güter, die insbesondere in der aktuellen Corona-Krise den Gesundheitssektor im Speziellen und die Gesellschaft allgemein massiv unterstützen.
  • Für eine verbesserte Energieeffizienz und neue Wege in der Energiepolitik. Wir unterstützen das Ziel einer klimaverträglichen, sicheren und bezahlbaren Energieversorgung. Wirksame Impulse zur Kostenbegrenzung sind erforderlich. Hohe Priorität gilt daher der Energieeffizienz in Produktionsprozessen. Ein ausgewogener Emissionshandel ist wichtiger Baustein für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Mitglieder.
  • Für den Schutz unserer Umwelt. Der Gesetzgeber sollte die Unternehmen in ihren Bemühungen, innovative Produkte und Verfahren zu entwickeln, unterstützen. Mehr Bürokratie und steigende Kosten sind kontraproduktiv. Dies gilt u.a. im Hinblick auf die Problematik exponentiell steigender Kosten bei der Erreichung des „Null-Emission“-Ziels.
  • Für kontinuierliche Investitionen in den technologischen Fortschritt. Wir wünschen uns eine technologieoffene Gesetzgebung, die relevante Vorhaben einem Innovations-Check unterzieht. Unsere Unternehmen investieren viel in Forschung und Entwicklung – eine steuerliche Forschungsförderung ist sinnvoll, um weitere Vorhaben leichter auf den Weg zu bringen. Forschungsanreize sind zudem ausreichende Patentlaufzeiten und ergänzende Schutzzertifikate.
  • Für eine qualitativ hochwertige und bezahlbare Gesundheitsversorgung. Die Gesundheitsindustrie leistet einen überdurchschnittlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung Hessens. Im Ländervergleich nimmt Hessen damit einen Spitzenplatz ein. Politische Entscheidungen, z.B. die Verlängerung des Preismoratoriums, haben unmittelbare Konsequenzen für Investitionen und Arbeitsplätze. Die Initiative Gesundheitsindustrie Hessen, getragen von Landesregierung, Industrie, Wissenschaft und Gewerkschaft, trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung dieses Sektors bei.
  • Eine fundierte und praxisbezogene MINT-Bildung in unseren Schulen, um künftige Arbeitnehmer für den Arbeitsmarkt der Zukunft fit zu machen und Technologieoffenheit in der Bevölkerung zu vermitteln. Wir engagieren uns in vielfältigen Projekten für die naturwissenschaftliche Ausbildung. Auch digitale Bildung muss ein integraler Bestandteil des Curriculums werden.

Vorstandswahlen für die Amtsperiode 2020 – 2022
Die Mitglieder des VCI Hessen haben per Briefwahl ihren 11-köpfigen Vorstand für die nächste Amtperiode bestimmt. Zum Vorsitzenden wurde Jochen Reutter (GSK Vaccines, Marburg) gewählt. Als Stellvertreter wählten die Mitglieder Marcus Kuhnert (Merck KGaA, Darmstadt). Weitere Mitglieder des Vorstands sind: Matthias Braun (Sanofi-Aventis Deutschland, Frankfurt), Rainer Fretzen (Evonik Technology & Infrastructure, Hanau-Wolfgang), Ulrike Fröhlich (Steigerwald Arzneimittelwerk, Darmstadt), Petra Jumpers (Lilly Deutschland, Bad Homburg), Martin Kersten (G.E. Habich’s Söhne Farbenfabriken, Reinhardshagen), Oliver Kinkel (Clariant Verwaltungsgesellschaft, Sulzbach), Joachim Kreysing (Infraserv, Höchst), Klaus Rudert (DOW Deutschland, Wiesbaden) und Hartmut Staatz (BASF Lampertheim).

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