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Engelhard Arzneimittel – über 140 Jahre Forschung und Entwicklung für einen freien Atem

30.08.2013 -

Die Firma Engelhard Arzneimittel aus Niederdorfelden bei Frankfurt ist mit ihren 305 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von etwa 90 Mio. € ein prototypischer Vertreter eines mittelständischen Pharmaunternehmens in Deutschland. Der Erfolg der Firma basiert u.a. auf pflanzlichen Arzneiprodukten und einem klugen Marketing.

Es ist Herbst, Blätter fallen von den Bäumen, ein erkälteter Mann geht spazieren. Schließlich bleibt er unter einem Baum stehen und hustet so stark, dass alle Blätter auf ihn herabfallen. Der Werbespot stellt eines der bekanntesten Arzneimittel von Engelhard vor: Prospan Hustensaft mit dem Wirkstoff Efeublättertrockenextrakt und die Bekanntheit des Arzneimittels reicht selbst über die Landesgrenzen hinaus. Mittlerweile ist das Unternehmen mit seinen Produkten sogar auf allen Kontinenten vertreten.
Auf pflanzlicher Basis hergestellt werden auch die Isla-Pastillen. Die Entwicklung der Paste mit dem Inhaltsstoff „Isländisch Moos" im Jahre 1860 durch den Gründer Karl Philipp Engelhard führte zu den ersten Fertigarzneimittel in Deutschland und markiert auch den Beginn des Familienunternehmens. Der Apotheker besaß, neben einem Gespür für Produktentwicklung, auch ein herausragendes kaufmännisches Talent. Heute, mehr als 140 Jahre später, liegt die Kernkompetenz von Engelhard Arzneimittel noch immer in der Behandlung von Atemwegserkrankungen. Weitere Therapiegebiete sind Hauterkrankungen und Verdauungsprobleme. Relativ neu im Produktportfolio ist Esprico, eine ergänzende bilanzierte Diät, zur diätetischen Behandlung von ADHS, das mit Konzentrationsproblemen und Lernstörungen einhergeht.

Bis zu 140.000 Flaschen pro Tag
In der hauseigenen Produktion wandern die braunen Glasfläschchen dicht gedrängt über das Fließband. Eine Füllnadel spritzt in jedes eine identische Menge Flüssigkeit hinein. Schnell noch ein Schraubverschluss oben drauf und das Erkennungszeichen - das Etikett mit dem grünen Efeublatt - angebracht. Und schon ist eine Flasche Prospan zum Abtransport aus der Produktion bereit. Doch vom Rohstoff bis zum versandfertigen Produkt ist es ein langer Weg. Herstellung, Verpackung, Transport und Kontrolle - jeder Schritt ist standardisiert und wird von zahlreichen Mitarbeitern kritisch überprüft. Ein Tank, in dem der Hustensaft hergestellt wird, fasst 5.000 l. Nach dreistündiger Herstellzeit können auf zwei Abfüllmaschinen zwischen 100.000 und 140.000 Flaschen am Tag abgefüllt werden.
Der Anspruch, kontinuierlich qualitativ hochwertige und sichere Medikamente herzustellen, bestimmt jeden Produktionsschritt. Darum werden die meisten Produkte auch direkt vor Ort am Unternehmenssitz in Niederdorfelden bei Frankfurt am Main erstellt. Produktion und Qualität können so sofort überprüft und optimal gesteuert werden. Rund 100 Mitarbeiter sorgen sechs Tage die Woche im 3-Schichtbetrieb für einen reibungslosen Ablauf. „Die gesamte Herstellung unserer Produkte erfolgt unter Reinraumbedingungen. Alle Mitarbeiter müssen sich an strenge Hygienevorschriften halten", erklärt Tom Jünemann, Leiter der Herstellung. Reinheit und die richtige Zusammensetzung der Produkte sind das wichtigste bei der Herstellung von Arzneimitteln. Jeweils zwei Mitarbeiter wiegen daher die Rohstoffe ab, dokumentieren und überprüfen den Wiegeprozess nach dem „Vier-Augen-Prinzip". Der Herstellprozess umfasst zunächst die Rohstoffkontrolle, bei der die Richtigkeit und Vollständigkeit der einzelnen Stoffe überprüft wird. Unabdingbar sind zudem auch Inprozesskontrollen, wie z.B. die Kontrolle der Produktdichte, da hier sehr schnell auf Abweichungen im Herstellprozess reagiert werden kann. Wichtige Prozessparameter wie Temperaturen, Rührzeiten und Rührgeschwindigkeiten sowie Datum und Uhrzeit jedes einzelnen Schrittes der Herstellung runden die Dokumentation ab. Die finale Untersuchung einer Probe des fertigen Produktes sichert nochmals den Qualitätsstandard vor der Abfüllung.

Strenge Kontrollen für sichere Arzneimittel
In der abschließenden Abfüllung und Verpackung werden die einzelnen Produkte noch einmal optisch überprüft. Hier werden die Packmittel und vor allem die korrekte Produktkennzeichnung inklusive Chargennummer und Verfalldatum begleitend zum Verpackungsvorgang kontinuierlich kontrolliert. Auch hier sichern strenge Kontrollen ein hohes Qualitätsniveau der Produkte.
Sicherheit ist das oberste Gebot in der Pharmazie. Dies dauert und kostet. „Bis alle Testläufe abgeschlossen sind und ein Medikament beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen wird, dauert es im Schnitt sieben Jahre", erläutert Richard Mark Engelhard, einer der Geschäftsführer des Unternehmens. Im Januar 2013 wurde das Arzneimittel Muxan mit dem Wirkstoff Docosanol gegen Lippenherpes eingeführt.

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