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Gründer und Start-ups im Rampenlicht

Die zehn Finalisten des Achema-Gründerpreises

10.11.2021 - Die Bandbreite der Start-ups, die es ins Finale des Achema-Gründerpreises 2021 geschafft haben, ist so groß wie die Themenvielfalt der Prozessindustrie. Bis zur Achema vom 4. bis zum 8. April 2022 stellt CHEManager alle Finalisten vor.

In den letzten Jahren haben sich Start-ups bereits einen festen Platz im Ökosystem Prozessindustrie erobert: Mit Initiativen wie dem Achema-­Gründerpreis rückten sie zunehmend ins Wahrnehmungsfeld der eta­blierten Player, aber auch ins Bewusstsein junger Wissenschaftler, für die „Gründen“ plötzlich eine mögliche Alternative zur Konzernkarriere wurde.

Wie 2015 und 2018 suchten Dechema, High-Tech Gründerfonds und die Business Angels Frankfurt Rhein-Main schon seit Anfang 2020 innovative Gründer und ideenreiche Wissenschaftler, von denen es zehn Start-ups in die Finalrunde des Achema Gründerpreises 2021 geschafft haben. Bei der Achema Pulse am 15. Juni präsentierten sich die jungen Unternehmen im Rahmen einer Pitch-Session dem Publikum. Eine Expertenjury wählt nun die drei Sieger des Wettbewerbs aus, die auf der Achema 2022 bekanntgegeben werden und jeweils 10.000 EUR Preisgeld erhalten.

Bis zur Achema vom 4. bis zum 8. April 2022 stellt CHEManager in jeder Ausgabe je zwei der Finalisten vor. Deren Bandbreite ist so groß wie die Themenvielfalt der Prozessindustrie und reicht von Nachhaltigkeitsanalysen über Point-of-Care-Tests, Elektrosynthesen und Antikörper-Isolation über Transportsysteme für Oligonucleotide und eine Wirkstoffplattform für bisher nicht-behandelbare Krankheiten bis zu künstlicher Intelligenz für die Prozessoptimierung, Echtzeitanalytik in chemischen Prozessen oder Predictive-Maintenance-Lösungen für Rohrsysteme. In dieser Ausgabe: Semodia und Esy-Labs.

 

Semodia: Modulbasierte Produktion

Semodia Logo

Immer kürzere Produktlebenszyklen in der Prozessindustrie machen Innovationen im Engineering und Betrieb der Anlagen notwendig. Semodia nutzt den Module-Type-Package-(MTP)-Ansatz zur Effizienzsteigerung modularer verfahrenstechnischer Anlagen. Das Start-up wurde 2019 von vier wissenschaftlichen Mitarbeitern der Technischen Universität Dresden bzw. der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, gegründet und bietet Softwarelösungen an, die das Prinzip des Plug&Play des Druckertreibers in der IT auf das Plug&Produce der modularen Prozessindustrie übertragen.

Mitgründer und Geschäftsführer Henry Bloch erläutert das Konzept: „Die Gründer von Semodia haben in ihrer Forschung das Module-Type-­Package entwickelt und dessen Standardisierung stark vorangetrieben. Damit aber alle Stakeholder der Prozessindustrie das MTP nutzen können haben wir eine Produktpalette rund um diesen Standard entwickelt.

Wir können bestehende Module wie Temperiereinheiten so ausstatten, dass sie hinterher per Plug & Produce im Leitsystem eingebunden werden können. Somit spart man viel Zeit und manuelle Arbeit. Die bisher größte Hürde war es die ersten Kunden zu gewinnen, aber auch das ist uns gelungen, und nun suchen wir Kunden und Partner, um das MTP und auch NAMUR Open Architecture in der Industrie zu verbreiten.

 

ESy-Labs: Chemische Synthese unter Strom

Esy Labs

ESy-Labs, ein Spin-off der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik Straubing hat eine nachhaltige Technologie für die Elektrosynthese zur Herstellung von organischer Chemikalien entwickelt. Die Köpfe hinter dem Start-up, das seit Anfang 2019 im BioPark in Regensburg ansässig ist, sind die beiden Gründer Siegfried R. Waldvogel und Tobias Gärtner, die von Volker Sieber beratend unterstützt werden.

Tobias Gärner: „In den letzten Jahren erlebte die Elektrosynthese als neues und innovatives Verfahren eine Renaissance. Die direkte Anwendung von Elektrizität in der chemischen Konversion rückte dabei wieder in den Mittelpunkt und nachdem wir uns getroffen hatten, war schnell klar, dass wir unsere Kompetenzen in der Gründung von ESy-Labs bündeln wollen, was dann 2018 auch geschah.“

Siegfried R. Waldvogel: „Wir gehen davon aus, dass die Elektrosynthese ein zentrales Werkzeug für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sein wird, da wir kritikale Ressourcen ersetzen und es zur Defossilierung der industriellen Prozesse nutzen können. Kommt Strom aus regenerativen Quellen zum Einsatz, so ist es eine CO2-neutrale Methode. Mit ESy-Screening können unsere Kunden zukünftig das Potenzial von organischer Elektrosynthese voll ausschöpfen, ohne selbst eigene Expertise mitbringen zu müssen.“

Die zehn Achema-Gründerpreis-Finalisten

Bis zur Achema 2022 vom 4. bis zum 8. April 2022 stellt CHEManager je zwei der Finalisten vor. Deren Bandbreite ist so groß wie die Themenvielfalt der Prozessindustrie und reicht von Nachhaltigkeitsanalysen über Point-of-Care-Tests, Elektrosynthesen und Antikörper-Isolation über Transportsysteme für Oligonucleotide und eine Wirkstoffplattform für bisher nicht-behandelbare Krankheiten bis zu künstlicher Intelligenz für die Prozessoptimierung, Echtzeitanalytik in chemischen Prozessen oder Predictive-Maintenance-Lösungen für Rohrsysteme. Hier ist die Übersicht in alphabetischer Reihenfolge:

Carbon Minds nutzt ein digitales Modell der weltweiten Chemieindustrie, um Transparenz zu den ökologischen Auswirkungen globaler Lieferketten zu schaffen.

Cenios konzentriert sich auf die Entwicklung der nächsten Generation von POCT-Kits (Point-of-Care-Tests) zur absoluten Quantifizierung der Analyte.

ESy-Labs entwickelt Prozesse für die Elektrosynthese organischer Chemikalien mit Hilfe von Hochdurchsatz-Screening und künstlicher Intelligenz.

Lumatix Biotech arbeitet daran, die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von Antikörpern zu erhöhen, indem es eine effektive Isolationsmethode auf Basis einer lichtgesteuerten Affinitätsmatrix entwickelt.

Phaidra entwickelt Kontrollsysteme für industrielle Prozesse auf Basis künstlicher Intelligenz.

PipePredict bietet ein Predictive Maintenance Tool zur Reduktion von Energie- und Medienverlusten in Rohrnetzen (Wasser, Fernwärme, Chemie).

Pramomolecular hat eine besonders einfache Technologie entwickelt, mit der therapeutische Oligonukleotide wie siRNAs effizient und verträglich in die Zielzelle transportiert werden können.

Pro-AspectX entwickelt einen prozessrobusten Sensor für die Echtzeitanalytik in chemischen Produktionsanlagen.

Prosion entwickelt eine Plattform chemischer Bausteine, die es erstmalig ermöglicht, eine Reihe von krankheitsrelevanten Zielproteinen zu adressieren, welche bislang als nicht therapierbar galten.

Semodia bietet Softwarelösungen für die modulare Prozessindustrie an, die das Prinzip des Plug&Play des Druckertreibers in der IT auf das Plug&Produce mittels Module Type Package auf die modulare Prozessindustrie übertragen

achema.de/gruenderpreis

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