Anlagenbau & Prozesstechnik

Technologien zur Prozessoptimierung

78. NAMUR-Hauptsitzung widmet sich der smarten Sensorik

10.09.2015 - Die heutige Prozessführung erfolgt maßgeblich auf Basis der Messung von physikalischen Größen wie Durchfluss, Füllstand, Druck und Temperatur sowie analytischen Parametern. In der eng vernetzten Produktions- und Prozesswelt der Zukunft, die modell- oder wissensbasiert gesteuert wird, bleibt die Sensorebene die Grundlage, um die erforderlichen Informationen aus dem Prozess zu gewinnen.

Die NAMUR (Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie) hat in Zusammenarbeit mit der GMA die Anforderungen ihrer Mitgliedsunternehmen hinsichtlich Sensorik bereits erfasst und in der Roadmap Prozesssensoren 2015+ gebündelt, die in diesem Jahr erneut aktualisiert wird. Wesentliche Ziele der Roadmap sind das Zusammenbringen von Technologie- und Marktsicht, Analyse und Priorisierung des (zukünftigen) Informationsbedarfs in verfahrenstechnischen Prozessen, das Erarbeiten von Entwicklungszielen für neue Sensorik, sowie das Aufzeigen möglicher Lösungsansätze und ihres Realisierungszeitraums.

Sensorik ist Basis für Prozessoptimierung

Für die Umsetzung dieser Roadmap ist eine neue Generation von Sensoren erforderlich, die auf dem gesammelten Applikations-Wissen basiert, sich technologisch jedoch deutlich von der heutigen Sensorwelt abhebt: „Smarte Sensorik – Neue Technologien zur Prozessoptimierung“ ist das Thema, das in diesem Zusammenhang sowohl die Anwender wie auch die Hersteller von Sensorik beschäftigt und in diesem Jahr das zentrale Thema der 78. NAMUR Hauptsitzung am 5./6.11.2015 in Bad Neuenahr ist.

Als Sponsorpartner für die Vorstellung dieses Themas wurde Krohne ausgewählt. Das Unternehmen will im Hauptvortrag einen Ausblick auf die Prozessmesstechnik der Zukunft geben. Smarte Sensorik soll neben quantitativen auch qualitative Informationen inline/online zur Verfügung stellt. Prozessoptimierung hängt in der Zukunft mehr denn je von der intelligenten Vernetzung von Feldgeräten ab, die z.B. über eine Mustererkennung Abweichungen vom Modell des Prozesses erkennen können.

Anwenderbeiträge aus der NAMUR zu den Themen smarte Feldgeräte, Asset Management und Sensor-Roadmap sowie Workshops aus den Themenbereichen der NAMUR Arbeitskreise runden das Programm ab. Dabei werden unter anderem der Stand zur CAD/CAEPLS Schnittstelle, die Studie zu Brandmeldern, Ressourcen-Effizienz-Indikatoren, Industrie 4.0 und Emissionshandel behandelt. Ein besonderer Fokus liegt auch auf Neuigkeiten zur Automation Security.

NAMUR Aktivitäten in China

Am 18. und 19. November 2015 wird die siebte Konferenz der NAMUR in Shanghai stattfinden. Seit 2009, dem Gründungsjahr der NAMUR in China, ist diese Veranstaltung stetig gewachsen. Die letzte Konferenz wurde von ca. 170 Teilnehmern besucht.

Die NAMUR China Arbeitskreise werden ihre Arbeitsergebnisse vorstellen und sich mit den Teilnehmern über Automatisierungsthemen austauschen. Mittlerweile wurde eine zweisprachige englische und chinesische Simultanübersetzung eingeführt, um eine verbesserte Kommunikation während der Konferenz zu unterstützen.

Das Programm wird ergänzt durch Konferenzbeiträge und eine Ausstellung des diesjährigen Sponsors WAGO mit Präsentationen über ein neues Konzept der modularen und skalierbaren Prozessautomatisierung. WAGO hatte schon die erfolgreiche Hauptsitzung 2014 in Bad Neuenahr gesponsert. (vo)

Kontakt

NAMUR - Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie e.V.

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