Mit Automation stimmt die Chemie

Automation 2014: Smarte Lösungen für die Industrie

  • Sie hatten bei der Eröffnung der Automation 2013 gut Lachen:  Die Kongressleiter Dr. Peter Adolphs (Pepperl+Fuchs), Dr. Wilhelm Otten (Evonik Industries), Prof.Dr. Ulrich Jumar (Ifak), Gastredner Prof. Schahram Dustdar (TU Wien), GMA Vorstand Dr. Kurt Bettenhausen (Siemens) und GMA Geschäftsführer Dieter Westerkamp (VDI/VDE) (v.l.n.r.)Sie hatten bei der Eröffnung der Automation 2013 gut Lachen: Die Kongressleiter Dr. Peter Adolphs (Pepperl+Fuchs), Dr. Wilhelm Otten (Evonik Industries), Prof.Dr. Ulrich Jumar (Ifak), Gastredner Prof. Schahram Dustdar (TU Wien), GMA Vorstand Dr. Kurt Bettenhausen (Siemens) und GMA Geschäftsführer Dieter Westerkamp (VDI/VDE) (v.l.n.r.)

Unter dem Motto „Smart X - Powered by Automation" diskutieren Experten der Mess- und Automatisierungstechnik auf dem 15. Kongress Automation am 1. und 2. Juli 2014 in Baden-Baden unter anderem aktuelle Entwicklungen zur Industrie 4.0. Seit 2008 findet der Automatisierungskongress der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) im jährlichen Rhythmus unter dem Namen „Automation" statt. Ebenfalls seit 2008 wird der Kongress - neben der GMA - vom ZVEI und der NAMUR als fachlichen Mitträgern unterstützt. CHEManager erkundigte sich bei Dr. Kurt D. Bettenhausen, dem Vorsitzenden der GMA, nach den Zielen des Kongresses und nach Zukunftsperspektiven der Automation. Die Fragen stellte Dr. Volker Oestreich.

CHEManager: Der Kongress „Automation 2013" unter dem Motto „Automation (in the) Cloud" erhielt durch die damaligen Ereignisse um den Datenklau durch amerikanische und britische Geheimdienste besondere Aktualität. Was muss in diesem Jahr passieren, dass die Automation 2014 „Smart X - Powered by Automation" eine ähnlich brisante Note enthält?

Dr. Kurt D. Bettenhausen: Sie haben Recht: Die Tagesereignisse im vergangenen Jahr haben unserem Kongress eine besondere Brisanz und aktuelle Note verliehen. Für uns sind Aktualität und öffentliche Wahrnehmung aber wichtiger als kurzfristige Brisanz - die nachhaltig wachsende Zahl der Teilnehmer und der eingereichten Beiträge sowie deren Qualität bestätigen uns, dass wir unverändert auf dem richtigen Weg sind. Mit unserem Motto „Smart X - Powered by Automation" werden wir in diesem Jahr aufzeigen, in welchem Maße die Automation Grundlage für „smarte" Technik und „smarte" Lösungen in Wirtschaft und Gesellschaft ist. Uns ist es wichtig, den Nutzen der industriellen Automation auch für andere Branchen und Lebensbereiche deutliche aufzuzeigen. Kleine Anmerkung am Rande: Auch dieses Kongressmotto haben wir vor einem Jahr beschlossen und setzen damit wiederum Trends.

Heißt das, dass Sie mit diesem Kongress deutlich über den klassischen Scope der Automatisierung in der Fabrikautomatisierung und der Prozessautomatisierung hinausdenken?

Dr. Bettenhausen: Genauso ist es. Bei „Automation" denken die meisten Menschen immer nur an die Fabrikhalle. Aber Automation begegnet uns tagtäglich zuhause und unterwegs in nahezu allen Lebensbereichen. Mit Broschüren und einem Film weisen wir schon länger darauf hin. Bei unserem diesjährigen Motto „smart X" grenzen wir das „X" im Hinblick auf die Anwendung der Automation nicht ein. Daher findet erstmals auch eine Veranstaltung zur Gebäudeautomatisierung parallel zu unserem Kongress statt.

Das Thema „Smart" ist ja immer mit intensiver Vernetzung verbunden. Wird damit nicht neuen Security-Problemen Tür und Tor geöffnet?

Dr. Bettenhausen: Das ist eine spannende Frage, ob smart tatsächlich immer mit intensiver Vernetzung verbunden ist. Das muss aus unserer Sicht nicht zwangsläufig so sein - auch dezentrale Intelligenz ist Intelligenz. Dennoch geht der technologische Trend dahin, Informationen nahezu jederzeit und überall technisch verfügbar zu haben. In der Tat ist das mit Fragen der IT-Security verknüpft. Eine Umfrage des VDI zur diesjährigen CeBIT bestätigt das Bild: Knapp über 60% der befragten Experten gab an, dass IT-Security das IT-Thema Nr. 1 ist.

Die Automatisierer müssen also viel enger als bisher mit den IT-Spezialisten zusammenarbeiten - und umgekehrt. Gibt es da erste Erfolgserlebnisse?

Dr. Bettenhausen: Ja, aber das ist erstens keine neue Erkenntnis und zweitens in vielen Bereichen bereits geübte Praxis mit den einhergehenden Erfolgen. Das Zusammenwachsen der in der Vergangenheit immer wieder gerne als völlig separiert dargestellten Welten ist die logische Konsequenz der technologischen Konvergenz. Je mehr die Experten beider Domänen miteinander reden und arbeiten, umso schneller und besser stellen sich die Erfolge ein. Wir sind einerseits auf einem guten Weg, dürfen andererseits jedoch die Aufgabe mit ihrer kontinuierlichen Veränderung auch nicht unterschätzen.

Der Festvortrag „Unternehmen und Volkswirtschaften als Netzwerke" ...

Dr. Bettenhausen: ... wird aufzeigen, dass Netzwerke einen Nutzen haben und Synergien liefern, wenn sie richtig eingesetzt werden. Mit Industrie 4.0 müssen wir uns an die zunehmende Vernetzung in der Automation noch gewöhnen. Vielen sind die möglichen Vorteile und auch die Konsequenzen daraus noch nicht klar. Der Festvortrag soll uns zeigen, welche Konsequenzen aus der zunehmenden Vernetzung - hier an einem etwas anderen Beispiel - erwachsen können.

Welche besonderen Neuigkeiten werden Sie zum Kongress präsentieren?

Dr. Bettenhausen: Wir zeigen die aktuellen Ergebnisse unserer Umfrage zu Industrie 4.0 und zu smart X. Wir haben die Mitglieder der GMA dazu befragt und werten die Ergebnisse gerade aus. Darüber hinaus werden wir ein Papier zum Forschungsbedarf bei Cyber Physical Systems aus Sicht der Automation veröffentlichen. Es lohnt sich also auch in diesem Jahr wieder, nach Baden-Baden zu kommen und aktiver Teilnehmer im smarten Netzwerk der Automatisierer zu sein.

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